Sebastian Vollmer und Markus Kuhn kommentieren die Preseason live

Die beiden deutschen und ehemaligen NFL Spieler werden die vier Preseason-Spiele der New England Patriots live kommentieren. Die Übertragungen werden kostenfrei zur Verfügung gestellt.

Der ehemalige Devensive-Tackle Markus Kuhn wird dabei die Rolle des play by play commentators übernehmen und der ehemalige Right-Tackle Sebastian Vollmer wird in der Rolle des color commentators für qualitative Informationen sorgen.

Die beiden lineman werden ihre Übertragung direkt aus dem Gillette Stadium in Foxborough senden. Diese Form der Berichterstattung im American Football ist ein Novum für den deutschsprachigen Raum und lässt für die Zukunft hoffen. Weiterlesen „Sebastian Vollmer und Markus Kuhn kommentieren die Preseason live“

Die Quarterbacks der Tour de France

Wenn am kommenden Samstag in Düsseldorf die Tour de France startet, beginnt nicht nur eine dreiwöchige Rundfahrt über deutsche, belgische und französischen Straßen, sondern auch das spektakulärste Einzelsportereignis – natürlich nach dem Super Bowl.

Die Tour de France ist für mich, neben der NFL, ein nicht wegzudenkender Teil des Sportjahres. Und auch der Radsport ist eine Mannschaftssportart. Niemand kann ein Rennen wie die Tour alleine gewinnen. Doch ähnlich wie im American Football bedarf es einzigartiger Athleten und Kapitäne, die am Ende den Sieg einfahren und symbolisch vor der Mannschaft stehen.

Wagen wir einen interdisziplinären Sportvergleich. Wer sind die Quarterbacks der großen Schleife in Frankreich. Für alle, die sich im Radsport auskennen ist es ein amüsanter Vergleich. Für diejenigen, die sich nicht auskennen bietet es die Möglichkeit anhand von NFL-Vorbildern die Radsportstars und Favoriten auf den Tour-Sieg kennenzulernen.

Wer sind die Favoriten auf die Tour und welchem NFL-Quarterback ähneln sie?

  1. Chris Froome ist der Tom Brady des Radsports

Der Brite ist der erfolgreichste Tour de France-Teilnehmer der vergangenen Jahre. In den letzten vier Jahren konnte er das Rennen dreimal für sich entscheiden. Er ist besessen von technischen Verbesserungen im Training und auch am eigenen Rad. Froome scheint, ähnlich wie Tom Brady, ein asketisches Leben zu führen, um im Wettbewerb topfit zu sein. Seine analytische Fahrweise (diese wirkt häufig langweilig) und sein überdurchschnittlich starkes Team, verbunden mit einigen Skandalen (Doping, Regelüberschreitungen) bringen ihm gefühlt mehr Gegner als Fans ein.

 

  1. Richie Porte ist der Aaron Rodgers des Peloton

Es erfordert nicht viel Nachdenken, um festzulegen, dass Richie Porte aus Tasmanien der coolste, versierteste und ausgeglichenste Fahrer ist. Und da liegt der Vergleich mit dem QB der Packers auf der Hand. RELAX ist auch das Motto von Porte. Er ist stets guter Laune und vertraut voll und ganz auf seine Stärken. Dazu hat er auch allen Grund. Er ist der Fahrer, der auf allen Terrains glänzen kann. Er ist stark am Berg, gehört zu den besten Zeitfahrern und kann auf flachen Etappen auf Position fahren. Porte kann alles und lässt es leicht aussehen. Seine Leistung in den vergangenen Vorbereitungsrennen lassen ihn als Topfavorit in die Tour starten.

 

 

  1. Nairo Quintana ist der Drew Brees aus Südamerika

Der Kolumbianer ist klein und geht daher schnell im Fahrerfeld unter. Seine Größe kommt ihm, obwohl er sehr leicht ist, nicht unbedingt zu Gute. Die Hebelwirkung, die ihm fehlt, lässt in nur zu oft beim Zeitfahren ins Hintertreffen geraten. Aber ähnlich wie der überragende Spielmacher aus New Orleans, ist Nairo Quintana ein Arbeitstier mit großem Kämpferherz. Er ist unbestritten der beste Fahrer am Berg und müsste, sofern er topfit ist, in der Lage sein im Hochgebirge in Frankreich die Rundfahrt zu entscheiden. Leider dauert die Rundfahrt sehr lange und verlangt von den Fahrern  über drei Wochen topfit zu sein. Der Kolumbianer hat leider zu oft den ein oder anderen schlechten Tag.

  1. Romain Bardet ist der Andrew Luck der Radstars

Auch wenn Welten zwischen der Physis von Andrew Luck und der von Romain Bardet liegen, so ähneln sich die beiden doch sehr. Beide sind völlig unbeeindruckt von der Konkurrenz und beleben ihre jeweilige Sportart durch oft unkonventionelle Spiel- bzw. Fahrweise. Bardet ist der Shootingstar des frz. Radsports. Im letzten Jahr konnte er bereits auf den zweiten Platz klettern und so viele Hoffnungen auf eine Renaissance eines frz. Sieges schüren. Ähnliche Last muss auch Andrew Luck in Indianpolis tragen nach der Ära Manning.  Und hier kommt die tragische Verbindung beider ins Spiel: Bardet und Luck könnten den großen Wurf schaffen, sobald sie in einem konkurrenzfähigen Team spielen bzw. radeln dürfen.

 

  1. Alberto Contador ist der Payton Manning, der Tony Romo und der Brett Favre seiner Zunft

Der Madrilene hat seinen Zenit schon länger überschritten, glaubt aber noch an den Erfolg und steht so jüngeren Fahrern im Weg. Viele große Sportler erkennen zu spät, dass sie nicht mehr in der Lage sind, ganz vorne mitzumischen. Alberto Contador hätte nach seinem Giro d´ Italia Erfolg 2015 das Rad an den Nagel hängen sollen. Seine Dopingvergangenheit hätte er damit etwas ausbügeln können. Seitdem muss er kämpfen, um bei Rennen wie der Tour in die Top 5-10 zu fahren. Er versammelt teils junge und talentierte Fahrer hinter sich, die selbst Eigeninteressen hinten anstellen müssen. Zudem glänzt Contador häufig durch Verletzungen und Stürze und muss meist vor dem ersten Anstieg die Segel streichen.

 

Meine Prognose, welcher Quarterback nun am Ende in Paris oben stehen wird ist auch eine frommer Wunsch von mir: Richie Porte wird die Tour für sich entscheiden und dem Radsport durch seine offene und ehrliche Art ein Stück Glaubwürdigkeit zurückgeben. Vive le Tour.

Ich bin Trainerfan!?!

Unter uns gibt es viele verschiedene Arten von Fans. Wir alle lieben die NFL, den American Football oder  die amerikanische Sportlandschaft im Allgemeinen. Es gibt viele verschiedene Wege sich in den Sport zu verlieben, sich dem Sport zu nähern. Es gibt unter der großen Fangemeinde viele, die sich ein Team aussuchen, um dieses anzufeuern. Andere idealisieren einzelne Spieler und würden sich als Spielerfans bezeichnen und wieder andere mögen die Show, das Spektakel oder die Werbung (ja auch das gibt es!)

Ich habe im Grunde bereits alles durchlaufen. Ich war erst Fan eines Teams, dann wurde ich Fan verschiedener Spieler, habe sie angefeuert und auf ihren Erfolg gehofft. Dann habe ich das Spektakel, die Atmosphäre am Sonntagabend schätzen gelernt. Und jetzt vereine ich all das mit meiner neuesten Leidenschaft, der besonderen Aufmerksamkeit, die ich den Trainern widme. Ich bin jetzt ein Trainerfan. In dem ganzen Spektakel und dem „Entertainment-Ballon“ der NFL sind die Trainer meistens die unscheinbaren, ruhigen und leisen Personen, die so „unsexy“ wirken, dass marketingtechnisch nicht viel aus ihnen rauszuholen ist. Eine kleine Ausnahme stellt hier nur ein recht unerfolgreiches Zwillingspaar aus Oklahoma dar.

Ich mag die Trainer. Ich finde alle Facetten ihrer Arbeit spannend. Die Spieler sorgen für die highlights, die es ohne Trainer aber nie geben würde. Die Arbeit der Trainer (und ich beziehe mich größtenteils auf die head coaches)beginnt mit der Kaderplanung, geht weiter mit der Saisonvorbereitung, der Saison selbst und den vielen Entscheidungen während der Spiele. Weiterlesen „Ich bin Trainerfan!?!“

Regeländerungen in der NFL

Gestern berichtete Judy Baptista, dass die Besitzer der NFL eine wichtige Regeländerung in den kommenden Tagen beschließen werden. Die äußerst strengen Vorgaben bezüglich verletzter Spieler sollen etwas aufgelockert werden. Bisher galt, dass ein verletzter Spieler pro Mannschaft von der season ending injured reserve zurückkehren kann. Nun darf jedes Team zwei Spieler auf diese Liste setzen. Hört sich nach einem unwichtigen Detail an, hat aber eine enorme Auswirkung. Ein Beispiel: Nehmen wir die Green Bay Packers, die häufig von Verletzungen geplagt werden. Sollten sich Jordy Nelson und Clay Matthews zu Mitte der Saison  schwerer verletzen, so können nun beide, an Stelle von nur einem, auf diese Liste gesetzt werden und nach acht Wochen vorgeschriebener Pause zurückkehren zum Spielbetrieb.

Das Spiel lebt von den Stars, der Martwert der Liga steigt und fällt mit den Stars auf dem Rasen. Es ist daher nur logisch, Spielern eine Rückkehr nach einer Verletzung zu ermöglichen. Fans wollen, besonders während der playoffs, die besten Spieler sehen.

Ich selbst habe auch drei Vorschläge, die ich gerne dem Plenum unterbreiten würde. Als jahrelanger Zuschauer und Fan dieser Sportart würden mich drei Regeländerung erfreuen: Weiterlesen „Regeländerungen in der NFL“

Alles eine Frage der Kondition

„There was nothing left“

Mit diesen vier Worten erklärt Dan Quinn, headcoach der Atlanta Falcons, den wohl größten Zusammenbruch einer Footballmannschaft beim Super Bowl. Die Geschichte ist bekannt: Im vergangenen Super Bowl gaben die Atlanta Falcons eine 28:3 Führung aus der Hand und verloren in der Verlängerung das wichtigste Spiel der Vereinsgeschichte. Viel wurde in den Tagen, Wochen und Monaten nach dem Spiel debattiert, ob Atlanta das Spiel verloren hat oder New England es gewonnen hat.

Dan Quinn glaubt mehr an die These, dass seine Schützlinge das Spiel verloren haben. Als einen Grund für den Untergang in den letzten Spielminuten nennt er, laut The Atlanta Journal-Constitution, auch seine Entscheidungen als coach. Seit dem zwölften Spieltag der regular season  war er, neben seinen Aufgaben als head coach, auch die Person, die für das play calling der Verteidigung zuständig ist. Genau dieses playcalling und seine Entscheidungen hinterfragt er in der Retrospektive. Die vielen snaps, die seine Verteidigung spielen musste, führte zu einer schnelleren Ermüdung der Spieler. Die Spielweise der Falcons ist körperbetont, schnell und zerrt deshalb sehr an der Kondition der Spieler. Trotzdem  wollte Quinn aber nicht von der Spielweise, der eigenen Identität abweichen. Weiterlesen „Alles eine Frage der Kondition“

Revolution in der NFL

In der kommenden Saison werden nach Informationen von inc.com 25 der 32 NFL-Teams einen neuen Helm einsetzen. Was nach einer Randnotiz klingt ist in Wirklichkeit eine wahre Revolution. Der Helm, bzw. muss hier vielmehr von einem Kopfschutz gesprochen werden, soll die hohe Zahl an Kopfverletzungen und Gehirnerschütterungen verringern. Der neue Kopfschutz wird von dem startup VICIS hergestellt und trägt den Namen Zero1. VICIS selbst hat viel in Forschung und Entwicklung gesteckt und verfolgt einen völlig neuen Ansatz. In den vergangenen Jahrzehnten wurde häufig versucht die Helme dahingehend zu verbessern, dass sie stabiler werden und so die Wucht der Zusammenstöße abdämpfen. VICIS, gegründet von dem Neurochirurgen Sam Browd, hat einen Kopfschutz entwickelt, der sich anpasst. Der Kopfschutz ist nicht starr und steif wie die bisherigen Helme, sondern ist in der Lage einen Zusammenstoß abzufedern. Er wirkt hier wie ein Airbag. Die Energie eines Aufpralls soll so verringert werden, um den Kopf zu schützen. Weiterlesen „Revolution in der NFL“

Doping in der NFL – Doping im Fußball – keine Unterschiede?!

Der rasante Aufstieg des American Football in Deutschland produziert nicht nur positive Schlagzeilen. Die Beliebtheit dieser Sportart, die neben allen sportlichen Aspekten auch einen bestimmten Life Style mit sich bringt, wird immer größer in Deutschland. Sportvereine mit einer American Football-Abteilung freuen sich über großen Zuwachs, Spiele aus der NFL werden live übertragen und zahlreiche Internetportale und Podcasts behandeln Themen aus der NFL.

Dieses gesteigerte Interesse ruft natürlich auch immer viele Kritiker_innen auf den Plan. Besonders in den heimischen Medien wird der größtenteils unbekannten Sportart aus den Vereinigten Staaten mehr Beachtung geschenkt. Doch meistens wird der Sport auf schlagzeilenkräftige Aussagen reduziert: Viele Werbeunterbrechungen, überzogener Kapitalismus der Eigentümer, exorbitante Gehälter, Straftaten der Spieler und auch immer häufiger der Gebrauch von Dopingmitteln. Letzterer soll hier einmal näher betrachtet werden.

Was ist dran an den Vorwürfen, dass American Football in den deutschen Medien häufig als unsaubere Sportart dargestellt wird? Wie entstehen Schlagzeilen, die vermuten lassen, dass der Sport ohne illegale Hilfsmittel nicht ausführbar sei, was zum Beispiel durch Schlagzeilen wie „Jedes Spiel eine Spritze“[1] suggeriert wird. Weiterlesen „Doping in der NFL – Doping im Fußball – keine Unterschiede?!“

Die Patriots graben wieder einmal tief im Regelbuch

Der NFL Draft 2017 ist in den Büchern. Die NFL hat es wieder einmal geschafft ein riesiges Event zu veranstalten. 250.000 Menschen sollen dieses Jahr dem ersten Draft unter freiem Himmel in Philadelphia beigewohnt haben. Allgemein wurde das Ereignis positiv bewertet. Das Wetter spielte mit und die Fans hatten gerade am ersten Tag genug spektakuläre trades zu diskutieren.

Doch das Thema Draft ist immer noch nicht vom Tisch. Die New England Patriots haben am Mittwoch die Medienwelt erneut erstaunt, als vom sogenannten und spärlich genutzten May 9th tender Gebrauch machten. Wie viele andere Fans war auch ich zunächst verwundert und musste mich zunächst in die genaue Bedeutung einlesen. Dazu später mehr, denn ich möchte zunächst etwas genauer auf die compensatory draft picks eingehen. Weiterlesen „Die Patriots graben wieder einmal tief im Regelbuch“

Das schlechteste Team der Liga und warum ich Fan wurde

Nun ja die Überschrift ist nicht ganz akkurat und auch ein wenig click bait. Mich als Fan zu bezeichnen wäre dann doch ein wenig verfrüht. Ich mag die Herangehensweise die genereal manager Sashi Brown an den Tag legt. Doch bevor ich darauf näher eingehe, bedarf es eines Rückblicks auf die Geschichte der Cleveland Browns. Weiterlesen „Das schlechteste Team der Liga und warum ich Fan wurde“

Die 10 besten Free Agents und wohin Sie gehen sollten

Der Draft ist vorbei und die etwas stilleren Monate in der NFL stehen bevor. Zwei Hände reichen noch nicht aus, um die Tage runterzuzählen bis wir erste wichtige Trainingsneuigkeiten bekommen werden. Aber langweilig wird es ja glücklicherweise nie rund um die NFL. Die einzelnen Mannschaften haben die Kaderplanung noch lange nicht abgeschlossen. Wir hatten in der letzten Folge des gfa_pod über die undrafted free agents gesprochen, die nun versuchen die Teams von den eigenen Stärken zu überzeugen. Es gibt aber auch noch zahlreiche erfahrene Spieler, einstige Superstars und Super Bowl Champions, die noch eine neue Anstellung suchen.

Die Gründe, warum viele dieser Spieler nicht bereits zu Beginn der Transferperiode einen neuen Vertrag erhalten haben sind vielschichtig: Verletzungen, Gehaltsvorstellungen, persönliche Verfehlungen oder auch einfach ein dropdown der eigenen Fähigkeiten.

Zum Glück gibt es uns: Die gfa finden für die 10 besten Spieler das passende Zuhause und erklären warum und wie. Weiterlesen „Die 10 besten Free Agents und wohin Sie gehen sollten“