Die 10 besten Free Agents und wohin Sie gehen sollten

Der Draft ist vorbei und die etwas stilleren Monate in der NFL stehen bevor. Zwei Hände reichen noch nicht aus, um die Tage runterzuzählen bis wir erste wichtige Trainingsneuigkeiten bekommen werden. Aber langweilig wird es ja glücklicherweise nie rund um die NFL. Die einzelnen Mannschaften haben die Kaderplanung noch lange nicht abgeschlossen. Wir hatten in der letzten Folge des gfa_pod über die undrafted free agents gesprochen, die nun versuchen die Teams von den eigenen Stärken zu überzeugen. Es gibt aber auch noch zahlreiche erfahrene Spieler, einstige Superstars und Super Bowl Champions, die noch eine neue Anstellung suchen.

Die Gründe, warum viele dieser Spieler nicht bereits zu Beginn der Transferperiode einen neuen Vertrag erhalten haben sind vielschichtig: Verletzungen, Gehaltsvorstellungen, persönliche Verfehlungen oder auch einfach ein dropdown der eigenen Fähigkeiten.

Zum Glück gibt es uns: Die gfa finden für die 10 besten Spieler das passende Zuhause und erklären warum und wie.

  1. QB Colin Kaepernick zu den New York Jets

Für mich persönlich ist es traurig zu sehen, dass Colin Kaepernick aufgrund seiner politischen Statements, die sehr wichtig waren und sind für die Liga und den professionellen Sport in den Vereinigten Staaten, sich selbst zu einer persona non grata gemacht hat. Betrachten wir die aktuell unter Vertrag stehenden QB´s in der Liga, so gehört Kaepernick in das gehobene Mittelfeld. Noch vor ein paar Jahren hätte er fast den Super-Bowl gewonnen und wäre vermutlich MVP geworden. Seine Meinung und das Pech in einem (in den letzten beiden Jahren) der schlechtesten Teams gespielt zu haben, lassen ihn in einem nicht gerechtfertigten Licht erscheinen. Die New York Jets benötigen dringend Hilfe auf der Position. Die Jets können es sich kaum erlauben ohne wirklichen QB in die Saison zu starten. Ein angemessener Vertrag für Kaepernick wäre ein Einjahresvertrag über 12 Mill.$. Ein weiterer Bonus wäre, dass ein Spieler wie Kaepernick der strengen Presse in New York standhalten würde.

 

  1. CB Jason McCourty zu den Chicago Bears

Jason McCourty wurde mit verschiedenen Teams in Verbindung gebracht. Als shutdown corner erhielt er 2012 von den Titans eine Verlängerung über fünf Jahre, mit einem Gesamtwert von 43 Mill.$.
Verletzungen führten wohl zu seiner vorzeitigen Entlassung in Tennessee, da sein Gehalt mit 7 Millionen gegen das Cap verhältnismäßig gering war. Mit 29 Jahren und viel Erfahrung sollte McCourty dem backfield der Bears helfen können. Die Passverteidigung hat enorm geschwächelt und hier wurde einzig die safety position im Draft adressiert. Mit Prince Amukamara (ebenfalls in der free agency geholt) würde Jason McCourty ein erfahrenes Duo bilden, welches mehr Flexibilität in den defensiven Spielformen geben würde. Als Vertrag würde ich hier einen ähnlichen Vertrag anbieten wie bei Amukamara ( 1 Jahr/7 Mill.$.)

 

  1. C Nick Mangold zu den Cincinnati Bengals

Die Bengals hatten in der vergangenen Saison eine sehr schwache o-line und mussten zudem gute Spieler, Schlüsselspieler ziehen lassen. Im Draft wurde die offense adressiert aber ohne wirklich die line zu verstärken. Ein John Ross wurde für die tiefen Pässe gezogen. Im Zusammenspiel mit Dalton braucht Dalton jedoch Zeit hinter seiner Linie. Er muss besser beschützt werden. Joe Mixon (im gfa_pod könnt ihr Nachhören, warum wir diesen pick nicht mögen) soll das running-game beleben. Auch für diese Aufgabe wird ein guter run-blocker benötigt. Nick Mangold bringt beides mit: pass-protection und run-blocking. (Vertrag angelehnt an J.C.Tretter: 3 Jahre/16 Mill.$)

 

  1. CB Darrelle Revis zu Carolina Panthers

Revis Island ist noch nicht untergegangen. Es ist noch immer eine wunderschöne und einsame Insel. Seine Klasse ist ungebrochen. Seinen Speed hat er vielleicht in Teilen verloren aber die Erfahrung und seine ball-skills machen ihn zu einem der besten Verteidiger auf seiner Position. Seine Umschulung zum safety fand ich noch nie einleuchtend und die Jets haben wohl auch nicht daran geglaubt. Revis zeigt seine Stärke, wenn er sich an einem receiver festbeißen kann. Also warum nicht für die Panthers?!! Seit Norman weg ist fehlt es hier an einem CB, der genau diese Talente einbringt. (Vertrag angelehnt: an Robert Alford: 3 Jahre/31 Mill.$.)

 

  1. TE Gary Barnidge zu den Washington Redskins

Etwas überraschend wurde Barnidge von den Browns entlassen. Für mich ist er in den vergangenen Jahren eine der Entdeckungen auf dieser Position. Er blockt sehr solide und ist ein überdurchschnittlich guter Passempfänger. Besonders von der klassischen TE-Position (in der o-line) stellt er ein Matchup-Problem dar. Hier sollte Washington zugreifen. Kirk Cousins hat in Jordan Reed den wohl athletischsten TE, der jedoch wenig blockt und zudem viele Verletzungen zu beklagen hat. Barnidge würde eine sehr gute Ergänzung zu Reed und ein Upgrade über Vernon Davis darstellen. (Vertrag angelehnt an Dwayne Allen mit potential out nach zwei Jahren: 4 Jahre/29 Mill.$.)

 

 

  1. DL Jared Odrick zu den Dallas Cowboys

Die Cowboys haben ganz offensichtlich Probleme in der defensive-line. Sowohl gegen den Pass, als auch gegen Laufspielzüge fehlt den Cowboys Tiefe und Klasse im Kader. Odrick könnte genau das bieten. Sein alter Vertrag, der vorzeitig aufgelöst wurde, mit den Jaguars war außerirdisch hoch und wahrscheinlich nur so hoch, da die Jaguars einfach nicht wussten wohin mit dem Geld. Odrick selbst müsste verstanden haben, dass er nur mit einem deutlich reduzierten Vertrag eine weitere Chance bekommen kann in der Liga. Der Vertrag müsste, da die Cowboys kaum Gehaltsspielraum haben, auf einige Jahre gestreckt werden. (Vertrag angelehnt an Lawrence Guy: 4 Jahre/13 Mill.$.)

 

  1. WR Anquan Boldin zu den Baltimore Ravens

Nichts ist besser als eine Wiedervereinigung! Boldin holte den Super Bowl mit den Ravens und hatte seine besten Jahre, als er Pässe von Joe Flacco fangen durfte. Sein letztes Jahr in Detroit hat gezeigt, dass er noch fit ist, Lust hat und einem Team helfen kann. Seine Stärke in der Redzone und seine sicheren Hände hilft dem Team aus Baltimore. Ein low risk-Vertrag könnte beiden Seiten zusagen und vielleicht beendet Boldin dann seine großartige Karriere in Baltimore, so wie vor ihm Steve Smith. (Vertrag angelehnt an Brandon LaFell: 1 Jahr/3,5 Mill.$.)

 

  1. CB Brandon Flowers zu den Tampa Bay Buccaneers

Die Situation von Brandon Flowers ist ähnlich wie die von Jason McCourty. Erfahrener cornerback, der hier viel bewirken kann. Die Bucs benötigen dringend Hilfe im backend und könnten Flowers auch als Mentor für die jüngeren Verteidiger gebrauchen. (Vertrag angelehnt an Pacman Jones und Brandon Carr: 3 Jahre über 20.Mill.$ mit dem letzten Jahr als option year)

 

  1. RB LeGarrette Blount zu den New York Giants

Blount könnte den Giants etwas geben, was das Team seit dem letzten Super Bowl schmerzlich vermisst: Ein starker bruising power back. Blount hat mit seinen 18 touchdowns in der letzten Saison bewiesen, dass er für goal-line situations eine starke Lösung ist. Zudem hat Blount Spielverständnis, kann solide blocken und hilft so auch dem play-action. (Vertrag angelehnt an den alten Vertrag bei den Pats: 1 Jahr/1,5 Mill.$.)

 

  1. DE/OLB Paul Kruger zu den Green Bay Packers

Vor seinem Wechsel zu den Browns hatte Paul Kruger sehr starke Jahre bei den Ravens und konnte hier seinen Beitrag zum Gewinn des Super Bowl XLVII leisten. Seitdem ist er jedoch etwas verloren, verloren in Mannschaften, die zu viel von ihm erwarten und selbst keine wirkliche Identität in der defense haben. Paul Kruger ist ein klassischer situational pass rusher. Er kommt für die offensichtlichen Passspielzüge aufs Feld und kann hier glänzen. In Green Bay gibt es eine klare Identität unter Dom Kapers. Kapers findet die richtige Rotation für einen Spieler wie Kruger. Ähnliches hat sehr gut mit Peppers funktioniert und dessen Platz könnte Kruger in Green Bay einnehemen. (Vertrag angelehnt an Chris Long ohne den Super Bowl Bonus: 2 Jahre/3,5 Mill.$.)

 

  1. QB Johnny Manziel zu den Cleveland Gladiators

Football Johnny muss nicht umziehen. Er kann in Cleveland bleiben. Nur leider reicht es nicht mehr für die NFL. Die Arena Football League scheint mir aber der perfekte Ort für ihn zu sein. Hier kann er seine Schnelligkeit ausleben und Spielzüge sind hier auch nicht so komplex. Zudem stört es hier auch nicht, wenn er mal etwas „unvorbereitet“ zum Spiel erscheint. Aber Spaß beiseite: Ich denke, dass er kein Engagement mehr in der Liga bekommen wird. Er hat besonders durch seine Verfehlungen abseits des Platzes viel Vertrauen verspielt. Außerdem glaube ich nicht, dass er in der Lage ist ein wirklich kompliziertes playbook (besonders das der Saints) zu verstehen.

 

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Ein Gedanke zu “Die 10 besten Free Agents und wohin Sie gehen sollten

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